Buenos Lapacho

Als ich die Buenos Mate gekauft hatte gab’s im Nachbarkasten das Getränk namens Buenos Lapacho vom selben Hersteller. Das habe ich selbstverständlich auch gleich mitgenommen. Und während die Buenos Mate einen durchaus positiven Eindruck hinterließ, ist das (der? die?) Lapacho eine herbe Enttäuschung. Außer einer fahlen Waldmeisternote schmeckt das Lapacho nach genau nichts! Niente. Nada. Auch nicht nach Tee. Mit einem Spritzer Zitrone, einer Spur Minze und ordentlich Kohlensäure hätte das der Bringer werden können, aber so schlafen einem die Füße ein bevor das Gebräu den Magen erreicht. Schade.

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Hacker-Pschorr – Oktoberfest Märzen

Das leicht dunkle 5,8%-ige schmeckt ein wenig leer nicht so schlimm wie das Paulaner aber auch die zweite Münchner Großbrauerei hat gegen die fränkischen Kleinode, die ich hier besprochen habe nicht viel zu melden. Das ist schade, denn an sich ist der Geschmack des Oktoberfest Märzen gut, es müsste nur mehr davon in der Flasche sein.

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Paulaner – Oktoberfestbier

Recht herbes helles Bier, das leicht nach München schmeckt. Ganz OK, für die meisten Anwender ausreichend, aber sicher kein Bier, das einen Ausbruch der Leidenschaft bei mir auslöst. Merkt man vielleicht…

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Huppendorfer Bier – Vollbier

Vollbier ist eine richtig gute Beschreibung für das Huppendorfer. Während es sich geschmacklich wie farblich in Richtung dunkel neigt (bernsteinfarben) hat es doch die sanfte Bittere eines Hellen und kitzelt damit die Geschmacksknospen auf ganzer Front. Auch in diesem Sinne eben ein Vollbier.

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Stara Cervisia Superior – Netto Markendiscount

Netto Markendiscount. Das lässt schon mal nichts Gutes erahnen, besonders, weil keine Brauerei für dieses Bier verantwortlich sein will. Tatsächlich ist das Stara auch eher wässrig-minderaromatisch. In Bayern würde man lätschad sagen und der Berliner würde es als Lorke bezeichnen. Mannmannmann!

Eins muss man aber sagen: Der Geschmack, der tatsächlich enthalten ist, ist konsensfähig abgestimmt. Es könnte halt gerne eine ganze Menge mehr davon sein.

[Edit 28.1.2016]: Ich habe die Kommentare abgeschaltet, weil einfach zu viele Leute geschrieben haben (mehr als bei allen anderen Beiträgen zusammen), wie toll sie das Bier finden und das es ihnen doch so gut schmecke. Das mag durchaus sein und es ist bestimmt ganz toll für Euch. Aber es riecht mir ein wenig zu streng nach Astroturfing.

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Buenos Mate

Heute stelle ich mal kein Bier vor, sondern eine Mate, die mich bei einem mitten in Berlin befindlichen Getränkehändler anwinkte.
Eine Mate nicht mit der Mate, mit der alles begann zu vergleichen, fällt schwer, ich werde trotzdem vergleichen. Was soll das auch.
Die Buenos Mate fällt durch ein ausgeprägtes Teearoma mit einer zarten Bitterkeit angenehm auf. Sie ist auch nicht so süß wie die Club Mate, hat aber einen ganz leichten künstlichen Beigeschmack ähnlich wie die Club Cola (nicht die Club Mate Cola), aber wirklich nur leicht.
Insgesamt würde ich sie der Club Mate vorziehen, könnte aber leicht sein, dass ich das nach der zehnten Flasche anders sehe.

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Reh Bier – Pils

Für ein Pils recht unbitter, hat das Reh Bier Pils eher was von einem herben bayrischen Hellen. Mir erscheint die Namensgebung dadurch etwas ungeschickt, weil ein echter Pilsfan möglicherweise die Nase rümpft, während ein Pilshasser gar nicht erst zugreift. Das ist schade, es ist ein leckeres Bier, das ich auch (oder gerade) nicht-Pilstrinkern empfehlen würde. Die Brauerei Reh sollte die Namensgebung noch einmal überdenken, ansonsten macht sie alles richtig!

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Hetzelsdorfer Bier – Fränkisches Vollbier

Von dunkel steht gar nichts auf der Flasche der Brauerei Penning aus Hetzelsdorf, trotzdem würde ich dieses Bier in jene Liga einsortieren, denn kräftige dunkelmalzige Aromen schlagen einem sofort beim ersten Schluck entgegen, die feinherbe Bitterkeit kann sich gut behaupten. Auch die Farbe würde ich jetzt nicht direkt als hell bezeichnen.
Ein Bier für den späteren Abend, wenn die Geschmacksknospen schon einiges zu tun hatten und mit einem kräftigen Hieb aufgeweckt werden wollen. Sehr gelungen!

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Hopfen aus dem Hinterhof

Seit einiger Zeit sehe ich mit Interesse wie im Hinterhof eine Hopfenpflanze wächst. Sie gedeiht prächtig, so prächtig, dass sich manch Nachbar bestimmt denkt, das Scheißding wuchert alles zu.

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Seit dem Bier-CRE hat sich der Gedanke festgesetzt, dass Bierbrauen eigentlich gar nicht so schwer ist und dann wächst einem auch noch so ein Prachthopfen vor Nase rum.
Heute bin ich zur Tat geschritten und habe mal zwei Stoffbeutel Zeug mit Blüten dran abgeschnitten. Ordentlich sortiert sieht das dann so aus (mit einem Euro als Größenvergleich):

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Ich hätte noch 2-3mal so viel ernten können, aber jetzt sind es im ungetrockneten Zustand erstmal 244g. Mal sehen, ob das noch Bier wird. Für erste Gehversuche sollte es reichen.

Krug-Bräu Lager

Kräftiges dunkel-malziges Lagerbier mit einer sanften Bitternote. Gemahnt ein wenig an bayerisch Blockmalz ohne die Süße. Genau das Richtige für Wild oder ein deftiges Hammelgericht.

Ich finde es ja ausgesprochen albern, dass die Brauer aus Breitenlesau “Solarbier” auf die Flasche schreiben, aber der freistaatliche Ökospießer will das wohl so. Naja, es schmälert die robuste Qualität des Bieres in keinster Weise, insofern soll es mir egal sein.

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